Tag 6: Grenada

Eigentlich hatten wir heute eine Wanderung im Regenwald gebucht. Eigentlich. Denn es regnete heute Morgen so doll, dass ich da absolut keine Meinung zu hatte. Bei richtigem ernsthaften Regen über rutschige Felsen zu klettern, Flussläufe zu überqueren und Steigungen im Matschboden zu meistern, war mir nicht nach.
Wir haben uns dann drauf geeinigt, den Ausflug nicht zu machen. Sooo spannend fanden wir das nu auch nicht, dass wir damit aufs Spiel setzen wollten, den Rest des Urlaubs krank zu sein. Wir entschieden uns zu Fuß die Umgebung zu erkunden und wollten (eigentlich) aufs Fort Frederic, knapp 4 km vom Hafen entfernt ist. Als wir vom Schiff runter waren, war der Regen so stark, dass das auch Quatsch gewesen wäre, daher haben wir im Kreuzfahrtterminal gewartet, in der Hoffnung, der Regen wird weniger.

Nach einer guten halben Stunde ließ der Regen nach und wir machten uns auf zum Fort. Gleich zu Beginn war eine Straße, die sehr steil war, steiler als die meisten Straßen in San Francisco.

Fußwege gibt es nicht wirklich, alle laufen am Straßenrand. Also stiefelten wir die Straße weiter entlang, bis wir oben waren. Wir orientierten uns und haben beschlossen, dass wir nicht weiter zum Fort laufen.. Vermutlich hätten wir bei dem miesen Wetter eh nicht wirklich was sehen können. Wir liefen noch ein bisschen weiter planlos durch die Stadt und wurden trotz Schirm immer nasser. Wir gingen zurück zum Terminal und wieder an Bord.

Auf der Kabine wurden wir von einem neuen Mitbewohner empfangen.

Wir tauchten die nassen gegen trockene Klamotten und haben uns dann zum überdachten Bereich der X-Bar aufgemacht, um da noch ein bisschen zu lesen und dummes Zeug im Internet anzuschauen. Es regnete immer noch ordentlich.

Grundsätzlich wärs hier aber schon schön:

Wir bemerkten, dass irgendwan mit unserem Ausflug nicht stimmt. Sieht fast so aus, als ob der komplett abgesagt wurde. Mal sehen, ob der uns in Rechnung gestellt wird oder nicht.

Gegen 15:30 Uhr machten wir uns auf zur „Kaffee und Kuchen“ Zeit.

Abendessen gabs mal wieder im Atlantik Restaurant. Schick geschmückt haben sie es ja.

Nach dem Essen spielten wir mal wieder die Runde Skip Bo und ich hab sogar gewonnen! Wunder geschehen also doll.

Morgen sind wir auf St. Lucia, hoffentlich ist das Wetter besser als heute, denn da haben wir auch eine kleine Wanderung, hoffentlich ists da morgen nicht so schlimm wie heute.

Grenada umfasst rund 344 km² und ist damit in etwa halb so groß wie Hamburg. Es leben ungefähr 125.000 Menschen auf der Insel. Ein prägender Ort ist der hufeisenförmige Naturhafen Carenage in der Hauptstadt St.George’s.